Die Erweiterung des Naturbegriffs um des Menschen Geist

July 15, 2012 by KenoNitro   Comments (0)

Die Notwendigkeit zur Erweiterung des Naturbegriffs um den menschlichen Geist und dessen Errungenschaften ergibt sich daraus da in den Naturwissenschaften der Geist selbst nicht erforscht wird. In einer solchen Erweiterung aber ergibt sich dann ein neuer Ansatzpunkt für die Naturwissenschaften, der es ihnen ermöglicht vor dem Hintergrund ihrer Eigenbeschränkung diese Forschung am Geiste aufzunehmen. Die Erweiterung wiederum kann nicht aus der Naturwissenschaft selbst heraus vorgenommen werden, da sie selbst aufgrund ihrer selbst gebauten Schranken dazu nicht fähig ist oder besser gesagt jemand, der dies aus den Naturwissenschaften heraus betreiben würde wäre kein Naturwissenschaftler mehr. Die logische Abfolge zur Erweiterung des  Naturbegriffs um des Menschen Geist ist nicht schwer nachzuvollziehen noch bedarf sie einer großen Konstruktion. Es ermöglicht im weiteren sogar ein völlig neues Forschen am Weltengeist selbst. Obwohl ich das Thema in anderen Artikeln bereits mehrfach beschrieben habe, möchte ich es in diesem Artikel nochmal aufgreifen, da es mir als wichtig ist dies nochmal für sich gestellt zu betrachten und welche Auswirkungen dies innerhalb der Evolution hat, haben wird und hatte.

Da der Mensch als Teil der Natur aus der Natur hervorgegangen ist, ist auch des Menschen Geist Natur. Von hieraus weitergedacht ist auch die Errungenschaft des menschlichen Geistes als Natur anzusehen. Die Kunst, die Wissenschaft, eben alles was durch den Mensch erdacht und umgesetzt wurde. Soweit das logische Erklärungsmodell.

Was bedeutet dies nun aber für den Evolutionsbegriff. Es bedeutet alles, denn begreifen wir den menschlichen Geist und dessen Errungenschaft als Natur, dann ist dies auch konsquenter Weise in den Evolutionbegriff aufzunehmen. Heisst der menschliche Geist ist Produkt der natürlichen Evolution (dies ist noch nicht so schwierig anzunehmen), aber auch die Errungenschaft ist dann Teil der natürlichen Evolution. So ist die gesamte technische Evolution eine Teil der natürlichen Evolution und auch als solche zu begreifen. Warum die Natur dann nicht dirket umweltschonende Technologien im Rahmen der Evolution entwickelt? Gute Frage, weil sie eben noch lernt und auch für die Natur technologische Evolution als Teil der natürlichen Evolution noch etwas sehr junges und neues ist. Wenn nun aber Geist im Menschen Vorraussetzung für Evolution der Technologie ist, sollte man im Umkehrschluss meinen könne, dass Geist insgesamt Vorraussetzung für Evolution ist. So ist dies auch ein deutlicher HInweis auf einen in der Natur verhafteten Weltengeist.

Was bedeutet dies nun konkret in der Betrachtung von Natur, Mensch und Maschine? Es bedeutet das Natur, Mensch und Maschine eine Einheit bilden, die sich in einem gemeinsamen Evolutionsprozess befindet.

Insbesondere der Fakt, dass wir vermutlich ohne es selbst zu wissen in unsere Technologien unterbewusst natürliche Evolutionsmuster einbauen. Im übergeordneten Rahmen ist dies leicht verständlich, die Natur nutzt den Menschen zum evoltionären voranschreiten des Ganzen, wahrscheinlich ist daher, dass wir viele unterbewusste Wirkunsmechanismen der Natur in der Technologie nicht einmal mehr erkannt haben. Zum Beispiel die ganze Computerei und technischen Netzwerke stellen ein solches Gebilde dar. So ist die Entwicklung des Computers und der Netzwerke noch überschaubar. Schwieriger wird es dann schon beim Erkennen der indirekten Wirkmechanismen in solchen teils auch sozialen Netzwerken. So formt sich hier eine Art kolletiven Intelligenz aus sich selbst heraus. Und genau in diesem Bereich wirkt die Natur derzeit unerkannt. Die Mechanismen (Algorithmen), die hier  wirken sind ähnlich der von Ameisenkollektiven, neuronalen Strukturen oder Zell- und Atomkollektiven. Hier formt sich etwas heraus, dass sich nur evolutionär im natürlichen Sinne erklären lässt. Das Untersuchen von sozialen Netzwerken und den Algorithmen, die im Hintergrund wirken, würde rückschließen lassen auf Evolutionsmechanismen in allen Ebenen. Als Summe dessen kann man wohl sagen, dass die Natur im Verbund, netzwerkorientiert arbeitet und diesen Mechanismus in allen Evolutionszyklen vorangetrieben hat.

Wie passt dies in Darwins Evolutionstheorie? sehr gut als kurze Antwort. Es ist nicht schwer diesen Ansatz in Darwins Theorie der Evolution einzubauen. Es handelt sich nur um eine Ergäzung von Darwins Theorie. Darwin hatte schlichtweg weder den Geist des Menschen noch den Weltengeist in seine Evolutionstheorie eingebaut. Dies vielleicht damals weil er sonst Probleme mit den Religionen bekommen hätte. In der Erweiterung des Naturbegriffs um den menschlichen Geist und den Weltengeist, daraus abzuleiten die Ergänzung der Evolutionstheorie um die Anwesenheit eines Geistes, bedeutet nicht das wir es mit einem allmächtigen, alleswissenden Gottes zu tun haben. Der Weltengeist funktioniert im Prinzip genauso wie auch der menschliche Geist. Er unterliegt wie der Mensch dem Fehler, dem Zufall und auch dem Irrtum. Dies alles sind aber auch beim Menschen Indikatoren für einen Lernfortschritt. So passt der Weltengeist hevorragend als Ergänzung von Darvins Evolutionstheorie bassierend auf dem Prinzip von "Versuch und Fehler / Trial and Error". GEnau das macht der menschlichen GEist nämlich auch in all seinem Fortschritt. So haben wir es zwar auch mit einer intelligenten Evolution zu tun, die aber insbesondere am Fehler und dem Zufall lernt, diese dann reflektiert und voranschreitet.

Hier möchte ich noch kurz zu dem Verhältnis von Weltengeist / Geist und Individuum / Kollektiv sagen. Man könnte nun ableiten die Natur als Ganzes sei ein allumfassendes Kollektiv, welches den einzelnen nur benutzt um den Gesamtfortschritt voranzutreiben. Dies stellt die Frage nach dem freien Willen. Natürlich nutzt die Natur das Individuum für den Gesamtfortschritt des Systems. Doch braucht die Natur das wirklich freie Individuum um daraus auch einen Lernmoment zu entwicklen. Ohne das freie Individuum wäre der Lernprozess im System nicht gewährleistet. So ist das Verhältnis von Individuum und Kollektiv in der Natur folgendermaßen zu beschreiben. Es ist "das freie Individuum im Kollektiv". Das Eine bedingt des Anderen. Nur so ist maximaler Fortschritt des Systems als Ganzes gewährleistet.